Welcher Ertrag ist bei welcher Windgeschwindigkeit realistisch?
Häufige Fragen
Was berechnet der Windkraft-Simulator?
Er schätzt die elektrische Leistung und den Jahresertrag einer Windanlage aus Rotorgröße, Windgeschwindigkeit, Leistungsbeiwert und Wirkungsgrad — für vertikale H-Rotoren (VAWT) und horizontale Propeller (HAWT).
Was ist der Unterschied zwischen VAWT und HAWT?
HAWT (Propeller, waagerechte Achse) ist effizienter (cp 0,30–0,50), muss sich aber zum Wind ausrichten. VAWT (H-Rotor, senkrechte Achse) nimmt Wind aus jeder Richtung an, erreicht aber nur cp 0,15–0,35.
Warum hat die Windgeschwindigkeit so großen Einfluss?
Die Leistung wächst mit der dritten Potenz der Windgeschwindigkeit: doppelter Wind bedeutet die achtfache Leistung. Deshalb ist der Standort der wichtigste Faktor.
Was ist das Betz-Limit?
Kein Windrad kann mehr als 16/27, also rund 59,3 %, der im Wind enthaltenen Energie entnehmen (Gesetz von Betz). Reale Anlagen liegen deutlich darunter.
Was bedeutet die Schnelllaufzahl λ?
Sie ist das Verhältnis von Blattspitzengeschwindigkeit zu Windgeschwindigkeit. Propeller arbeiten typisch bei λ 5–8, H-Rotoren bei λ 1–4.
Wie groß können moderne Rotoren sein?
Von 0,4 m bei Klein-Windanlagen am Haus bis 292 m Rotordurchmesser bei den größten Offshore-Anlagen wie der MingYang MySE 18.X-292.
Wie wird der Jahresertrag geschätzt?
Über eine vereinfachte Rayleigh-Windverteilung mit einer mittleren Windgeschwindigkeit von 70 % des eingestellten Werts. Das ist ein Anhaltswert, keine Standortmessung.
Kann ich damit Herstellerangaben prüfen?
Ja, der Marketing-Check prüft, ob eine beworbene Nennleistung bei der eingestellten Windstärke und Rotorgröße physikalisch überhaupt möglich ist, also unterhalb der Betz-Grenze liegt.